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Dienstag, 04. Januar 2022 09:52 Uhr
Kreis Höxter (red). Im Kreis Höxter gibt es aktuell 8.449 (+7) laborbestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Davon gelten 7.936 (+2) Personen als genesen und 342 (+5) Personen als noch aktiv infiziert. Keine weitere Person ist im Vergleich zum Tag zuvor verstorben. Damit sind seit Beginn der Pandemie 171 positiv getestete Personen im Kreis Höxter verstorben.
Die Anzahl der COVID-19-Fälle der vergangenen 7 Tage pro 100.000 Einwohner beträgt für den Kreis Höxter, laut Robert-Koch-Institut 130,968 (Stand: 0 Uhr).
Der Anteil der freien Betten an der Gesamtzahl der Intensivbetten liegt im Kreis Höxter bei 29,03 Prozent. Von insgesamt 31 Betten sind 22 belegt. Einer davon ist Corona-Patient. Keiner davon wird invasiv beatmet. Die Hospitalisierungsinzidenz in Nordrhein-Westfalen liegt bei 2,61. Landesweit belegen 11,26 Prozent Corona-Patienten die Intensivbetten.
Zurzeit aktive Infektionen im Kreis Höxter:
Bad Driburg: 51
Beverungen: 34
Borgentreich: 8
Brakel: 66
Höxter: 67
Marienmünster: 1
Nieheim: 28
Steinheim: 26
Warburg: 39
Willebadessen: 22
Kreis Höxter (red). Im Kreis Höxter gibt es aktuell 8.442 (+25) laborbestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Davon gelten 7.934 (+23) Personen als genesen und 337 (+2) Personen als noch aktiv infiziert. Keine weitere Person ist im Vergleich zum Tag zuvor verstorben. Damit sind seit Beginn der Pandemie 171 positiv getestete Personen im Kreis Höxter verstorben.
Die Anzahl der COVID-19-Fälle der vergangenen 7 Tage pro 100.000 Einwohner beträgt für den Kreis Höxter, laut Robert-Koch-Institut 130,968 (Stand: 0 Uhr).
Der Anteil der freien Betten an der Gesamtzahl der Intensivbetten liegt im Kreis Höxter bei 25,81 Prozent. Von insgesamt 31 Betten sind 23 belegt. Einer davon ist Corona-Patient. Keiner davon wird invasiv beatmet. Die Hospitalisierungsinzidenz in Nordrhein-Westfalen liegt bei 2,73. Landesweit belegen 11,93 Prozent Corona-Patienten die Intensivbetten.
Zurzeit aktive Infektionen im Kreis Höxter:
Bad Driburg: 48
Beverungen: 34
Borgentreich: 9
Brakel: 67
Höxter: 65
Marienmünster: 1
Nieheim: 26
Steinheim: 26
Warburg: 39
Willebadessen: 22
Kreis Höxter (red). Im Kreis Höxter gibt es aktuell 8.417 (+34) laborbestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Davon gelten 7.911 (+28) Personen als genesen und 335 (+6) Personen als noch aktiv infiziert. Keine weitere Person ist im Vergleich zum Tag zuvor verstorben. Damit sind seit Beginn der Pandemie 171 positiv getestete Personen im Kreis Höxter verstorben.
Die Anzahl der COVID-19-Fälle der vergangenen 7 Tage pro 100.000 Einwohner beträgt für den Kreis Höxter, laut Robert-Koch-Institut 130,968 (Stand: 0 Uhr).
Der Anteil der freien Betten an der Gesamtzahl der Intensivbetten liegt im Kreis Höxter bei 22,58 Prozent. Von insgesamt 31 Betten sind 24 belegt. Einer davon ist Corona-Patient. Keiner davon wird invasiv beatmet. Die Hospitalisierungsinzidenz in Nordrhein-Westfalen liegt bei 2,73. Landesweit belegen 11,93 Prozent Corona-Patienten die Intensivbetten.
Zurzeit aktive Infektionen im Kreis Höxter:
Bad Driburg: 46
Beverungen: 35
Borgentreich: 8
Brakel: 72
Höxter: 61
Marienmünster: 1
Nieheim: 26
Steinheim: 28
Warburg: 34
Willebadessen: 24
Kreis Höxter (red). Im Kreis Höxter gibt es aktuell 8.383 (+39) laborbestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Davon gelten 7.883 (+42) Personen als genesen und 329 (-3) Personen als noch aktiv infiziert. Keine weitere Person ist im Vergleich zum Tag zuvor verstorben. Damit sind seit Beginn der Pandemie 171 positiv getestete Personen im Kreis Höxter verstorben.
Die Anzahl der COVID-19-Fälle der vergangenen 7 Tage pro 100.000 Einwohner beträgt für den Kreis Höxter, laut Robert-Koch-Institut 121,664 (Stand: 0 Uhr).
Der Anteil der freien Betten an der Gesamtzahl der Intensivbetten liegt im Kreis Höxter bei 35,48 Prozent. Von insgesamt 31 Betten sind 20 belegt. Einer davon ist Corona-Patient. Keiner davon wird invasiv beatmet. Die Hospitalisierungsinzidenz in Nordrhein-Westfalen liegt bei 2,73. Landesweit belegen 11,93 Prozent Corona-Patienten die Intensivbetten.
Zurzeit aktive Infektionen im Kreis Höxter:
Bad Driburg: 48
Beverungen: 31
Borgentreich: 9
Brakel: 74
Höxter: 58
Marienmünster: 1
Nieheim: 24
Steinheim: 27
Warburg: 35
Willebadessen: 22
Dienstag, 04. Januar 2022 09:26 Uhr
Brakel (red). Infonachmittag des Berufskollegs und des Gymnasiums Brede am 14. Januar.
Zu einem Nachmittag der offenen Tür laden die Schulen der Brede am Freitag, 14. Januar, ab 16 Uhr herzlich ein. Vorgestellt werden zwei Bildungsgänge der Oberstufe, die entweder zum Abitur führen (Gymnasium Brede) oder die Fachhochschulreife vermitteln (Fachoberschule für Wirtschaft und Verwaltung am Berufskolleg Brede). Geplant ist der Nachmittag der offenen Tür in Präsenz. Sollte dieses aufgrund der Entwicklung der pandemischen Lage nicht möglich sein, wird ein digitales Alternativprogramm rechtzeitig auf der Homepage der Brede bekanntgegeben.
In der zweijährigen Fachoberschule für Wirtschaft und Verwaltung absolvieren die Schüler in der Klasse 11 an drei bis vier Tagen in der Woche ein Praktikum im Bereich Wirtschaft und Verwaltung, in der Klasse 12 findet dann Vollzeitunterricht statt. Durch die Verknüpfung von Theorie und Praxis vermittelt dieser Bildungsgang die Fachhochschulreife, die zu einem Studium an allen deutschen Fachhochschulen beziehungsweise zu einer Berufsausbildung im gehobenen öffentlichen Dienst berechtigt.
Die Oberstufe des Gymnasiums Brede führt zur Allgemeinen Hochschulreife. Das Gymnasium bietet ein großes Kursangebot an.
Absolventen der Realschulen, Sekundarschulen und Gesamtschulen können mit dem Q-Vermerk am Allgemeinbildenden Gymnasium die Allgemeine Hochschulreife erwerben. Damit der Übergang in die Oberstufe problemlos gelingt, werden in den Hauptfächern Angleichungs- und Vertiefungskurse angeboten.
Kreis Höxter (red). Welcher Beruf passt zu meinem Kind? Um diese Frage drehen sich die nächsten digitalen Veranstaltungen der Kommunalen Koordinierungsstelle des Kreises Höxter für Eltern, deren Kinder im Rahmen des Landesprogramms „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) durch die berufliche Orientierung geführt werden. Nachdem die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 bereits die Potenzialanalyse durchgeführt haben, wird ihre Bedeutung am Mittwoch, 12. Januar, auch den Eltern zugänglich gemacht. Darauf aufbauend geht es am Mittwoch, 19. Januar, weiter mit der Erkundung von passenden Berufsfeldern.
„Die Kinder sowie ihre Eltern oder Erziehungsberechtigten haben die Ergebnisse ihrer Potenzialanalyse bereits erhalten, aber was bedeuten Aussagen wie du arbeitest strukturiert, du bist kreativ oder du kannst gut mit Menschen umgehen?“, sagt Nicolaus Tilly von der Kommunalen Koordinierungsstelle des Kreises Höxter. „In den nächsten Veranstaltungen möchten wir diese Ergebnisse besprechen und erläutern, wie sie bei der Wahl von passenden Berufsfeldern helfen können.“ Los geht es am Mittwoch, 12. Januar.
Am Mittwoch, 19. Januar, geht es dann um die Erkundung unterschiedlicher Berufsfelder. Für die Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse wird dieses Thema ebenfalls im zweiten Schulhalbjahr relevant. „Damit Eltern den Prozess der beruflichen Orientierung optimal unterstützen können, ist es hilfreich für sie zu wissen, was ihre Kinder bewegt und womit sie sich derzeit beschäftigen“, so Kreisdirektor Klaus Schumacher. Was sind Formen der Berufsfelderkundungen? Welche Berufsfelder passen zu meinem Kind und den Ergebnissen der Potenzialanalyse? Wo werden passende Erkundungsplätze im Kreis Höxter angeboten? Diese und noch weitere Fragen beantwortet die Kommunale Koordinierungsstelle des Kreises Höxter in Zusammenarbeit mit der Berufsberatung der Agentur für Arbeit.
Die Anmeldung für die erste Veranstaltung ist bis Dienstag, 11, Januar, und für die zweite Veranstaltung bis Dienstag, 18. Januar, möglich und kann problemlos online vorgenommen werden unter: www.berufsorientierung.kreis-hoexter.de. Die Zugangslinks zu den Videokonferenzen werden nach Anmeldung am Vormittag der jeweiligen Veranstaltung per E-Mail zugesandt. Beginn ist an beiden Tagen um 18 Uhr, bei einer Dauer von etwa 45 Minuten.
Kreis Höxter (red). Drei Urgesteine der Polizei Höxter hat Behördenleiter Landrat Michael Stickeln feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Mit Walter Disse, Klaus Gröne und Rainer Queren verlassen drei langjährige und erfahrene Polizeibeamte die Behörde, die die Entwicklung der Polizei im Kreis Höxter nicht nur begleitet, sondern auch mit geprägt haben. "Sie haben ihre wichtige Arbeit jahrzehntelang zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger ausgeübt", dankte Landrat Stickeln zur Verabschiedung, als er die entsprechenden Urkunden überreichte.
Alle drei Polizeibeamten, die zum Jahreswechsel ihren Ruhestand antreten, stammen gebürtig aus Höxter.
Der Erste Polizeihauptkommissar Rainer Queren kam im Jahre 1977 zur Polizei Nordrhein-Westfalen. Nach ersten Jahren in Köln und Bielefeld kam er schon im Jahr 1982 zurück zur Kreispolizeibehörde Höxter. Hier war er in zahlreichen wechselnden Aufgabengebieten tätig, absolvierte auch den Aufstieg von den mittleren in den gehobenen Polizeivollzugsdienst mit Bestehen der 2. Fachprüfung im Jahr 1990. In den folgenden Jahren war er unter anderem Wachdienstführer in der Polizeiwache Höxter, Leiter der Fortbildungsstelle, Sportkoordinator sowie Dienstgruppenleiter in der Leitstelle. Von 2013 bis 2015 war Rainer Queren außerdem Leiter der Polizeiwache Warburg, bis er wieder zurück zur Leitstelle nach Höxter wechselte. Bereits im Juli dieses Jahres hätte er in den Ruhestand gehen können, er verlängerte aber bis zum Ende Jahres.
Polizeihauptkommissar Walter Disse trat im Oktober 1978 in den Polizeivollzugsdienst des Landes NRW ein. Nach einer ersten Verwendung bei der Einsatzhundertschaft Bielefeld kam er 1982 nach Detmold und blieb dort bis 1990. Dann folgte die Versetzung zur Kreispolizeibehörde Höxter, für die er viele Jahre bei der Polizeiwache Bad Driburg tätig war. 2004 wurde er Bezirksbeamter für Bad Driburg, 2009 auch für Nieheim. Im Jahr 2013 folgte seine Umsetzung in das Verkehrskommissariat Höxter.
Im Oktober 1979 folgte Klaus Gröne dem Ruf zur Polizei des Landes NRW. Köln und Bielefeld waren die ersten Stationen in seiner Polizeikarriere, bis er 1989 als Kriminalkommissar zur Kreispolizeibehörde Höxter kam und dort im den Kriminalkommissariaten Warburg und Höxter tätig war. Danach war er unter anderem im Abteilungsstab tätig und übernahm im Jahr 2003 die Leitung der Polizeiwache in Höxter bis zum Jahr 2011. Dann wurde er zum Leiter des Führungs- und Lagedienstes ernannt. Eine Aufgabe, die der Erste Polizeihauptkommissar nun bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand ausübte.
Im Rahmen der Verabschiedung bedankte sich auch Polizeidirektor Christian Brenski für die langjährigen Dienste bei der Polizei, das Engagement und die gute Zusammenarbeit.
Foto: Polizei
Brakel (red). Sie begleiten Schwerkranke, sprechen mit ihnen über ihre Sorgen und Nöte, stehen ihnen und ihren Angehörigen in der Zeit des Abschieds und der Trauer zur Seite. Nun ist der Ambulante Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst im Kreis Höxter der KHWE, umgezogen an den Kirchplatz 1 in Brakel, im Schatten von St. Michael. "In den neuen Räumlichkeiten haben wir unter anderem die Möglichkeit, Einzelgespräche in einem geschützten Rahmen zu führen", sagt die hauptamtliche Koordinatorin und Leitung, Silvia Drüke.
Demnach konnte sich der Ambulante Hospiz- und Palliativ-Beratungsdienst, der vorher im St. Vincenz Hospital in Brakel untergebracht war, deutlich vergrößern. Auf den knapp 100 Quadratmetern im Erdgeschoss steht neben einem Trauerraum auch genügend Platz für Gespräche in Gruppen zur Verfügung. "Unser Ziel ist es, psychosoziale und seelische Leiden zu lindern. Wünsche und Bedürfnisse der kranken Menschen und ihren Angehörigen stehen im Mittelpunkt, unabhängig von Herkunft oder Religionszugehörigkeit", sagt Silvia Drüke.
Gemeinsam mit Silke Antemann, stellvertretende Leitung, und ihren mehr als 80 Ehrenamtlichen unterstützt sie die Todkranken in schwierigen Zeiten, führt Gespräche und hört aktiv zu. "Wir möchten, dass die Kranken nach ihren Möglichkeiten bis zuletzt am Leben teilhaben können", sagt auch Silke Antemann, dessen Arbeit sich während der Corona-Pandemie zwar verändert, sie aber nicht weniger wichtig geworden ist. "Wir haben die Betroffenen vermehrt am Telefon, per Videotelefonie oder während eines Spaziergangs begleitet." Für die Betroffenen oder ihre Angehörigen entstehen keine Kosten.
Auf Wunsch bietet der Ambulante Hospiz- und Beratungsdienst auch eine palliativ-beratende Betreuung durch ihre eigen geschulten Mitarbeiter an. "Auch geben wir gerne erste Informationen zur Patientenverfügung", sagt Drüke, die sich mit Silke Antemann auch um die Ausbildung Ehrenamtlicher kümmert. In einem Seminar mit insgesamt 92 Unterrichtsstunden werden die Teilnehmer auf den Einsatz in der Begleitung sterbender Erwachsener sowie trauernder Kinder und Jugendliche vorbereitet. In einer möglichen Praxisphase, in der Regel in einem Seniorenhaus der KHWE, können sie das Erlernte anwenden und erste Erfahrungen sammeln. Sie unterliegen der Schweigepflicht und arbeiten unentgeltlich. Silvia Drüke: "Wir sind immer auf der Suche nach ehrenamtlichen Mitarbeitern." Und die Gruppe der Ehrenamtlichen ist bunt gemischt: "Die Jüngste ist 18 Jahre alt und macht eine Ausbildung zur Pflegefachkraft, unsere Älteste ist über 80 Jahre alt. Jeder kann helfen", so Drüke weiter. Insgesamt bieten sie im gesamten Kreis Höxter mit Ausnahme Altkreis Warburg Sterbe- und Trauerbegleitung an: Beverungen (Trauerseminar Lebensbrücke), Brakel (Trauerfrühstück Morgenstrahl), Höxter (Trauerbistro sowie JuKit Kinder- und Jugendtrauergruppe), Lütmarsen (Gesprächskreis für Eltern nach Tod-/Fehlgeburt, Steinheim/Sommersell (Trauerseminar Lichtpunkt) und Einzelbegleitungen.
Dienstag, 04. Januar 2022 08:45 Uhr
Brakel-Siddessen (red). Ein Verkehrsunfall auf der B252 forderte am Sonntagmittag gegen 11:37 Uhr die Feuerwehreinheiten aus Gehrden, Siddessen und Brakel. Ein PKW war aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen und auf dem Dach in einem Graben am Ortseingang von Siddessen gelandet. Die Fahrerin wurde laut Feuerwehr Brakel im Fahrzeug eingeschlossen. Zusammen mit dem Rettungsdienst konnte die Fahrerin mittels hydraulischem Rettungsgerät innerhalb von wenigen Minuten befreit werden. Um die Fahrerin jedoch befreien zu können, galt es für die Feuerwehrkräfte zunächst größere Äste und Buschwerk mittels einer Motorkettensäge zu beseitigen. Die Fahrerin wurde durch den Rettungsdienst in ein örtliches Krankenhaus transportiert. Eine weitere an dem Verkehrsunfall beteiligte Person musste vom Rettungsdienst ambulant an der Einsatzstelle versorgt werden. Die B252 blieb während der Rettungsarbeiten komplett gesperrt.
Foto: Freiwillige Feuerwehr Brakel
Kreis Höxter (red). Der Leiter der Kreisleitstelle, Jürgen Romund, blickt auf ein arbeitsreiches Jahr 2021 zurück und zieht zum Jahreswechsel eine erste Einsatzbilanz.
In der Zeit vom 1. Januar bis zum 27. Dezember 2021 wurden in der Leitstelle für Feuerschutz und Rettungsdienst des Kreises Höxter in Brakel insgesamt 33.006 Einsätze bearbeitet. Diese Einsätze beziehen sich auf Hilfeersuchen von Bürgerinnen und Bürgern aus dem Kreis Höxter und Gebieten angrenzender Kreise und Länder, die die Leitstelle Kreis Höxter in der Notfallrettung mit zu versorgen hat.
Das Einsatzaufkommen im Bereich Rettungsdienst betrug 31.115 Einsätze, für den Bereich der Feuerwehr waren 1.891 Einsätze zu verzeichnen. Somit mussten durch die Leitstelle des Kreises Höxter insgesamt 33.006 Einsätze organisiert und koordiniert werden. Gegenüber dem Jahr 2020 mit insgesamt 29.527 Einsätzen (27.725 Rettungsdienst- und 1.802 Feuerwehreinsätzen), ist das Einsatzaufkommen im Rettungsdienst gestiegen und bei den Feuerwehren auf fast gleichbleibendem Niveau geblieben.
Während die Auswirkungen durch die Corona-Pandemie im ersten Drittel des Jahres 2020 zu einem geringen Einsatzaufkommen vor allem im Bereich des Krankentransportes geführt hat, ist das Anruf- und Einsatzaufkommen in 2021 stetig angestiegen.
Für 2021 stand weiterhin der Umbau beziehungsweise die Erweiterung der Leitstelle sowie die Vernetzung des Leitstellenverbund Höxter – Lippe und Paderborn im Vordergrund. Trotz der Einschränkungen durch die Baumaßnahmen im laufenden Betrieb gab es keinen technischen Stillstand.
Am 28. September wurde die bundesweite Notruf-App „nora“ in den Leitstellen für Feuerwehr und Rettungsdienst eingeführt. In der Pressekonferenz am 28. September sagte Minister Herbert Reul: „Ein barrierefreier Notruf ist enorm wichtig für die Teilhabe und das Sicherheitsempfinden jeder und jedes Einzelnen in unserem Land. In erster Linie richtet sich nora an Menschen, die zum Beispiel aufgrund einer Sprach- oder Hörbehinderung nicht oder nicht gut telefonieren und deshalb den Sprachnotruf über die 110 und 112 nicht nutzen können. Grundsätzlich ist nora jedoch eine App für alle Menschen in Deutschland.“ Wir möchten noch einmal darauf hinweisen, dass „nora“ kostenlos ist. Sie wird als einzige App in allen Leitstellen überwacht.
Einsätze zum Jahreswechsel 2021/2022
Für die Leitstelle des Kreises Höxter gestaltete sich der Jahreswechsel ruhig. Für die Feuerwehren endete das Jahr 2021 mit einem Kleinbrand in Bad Driburg. Hier wurde gegen 22.25 Uhr eine brennende Hecke gemeldet. Der Brand konnte schnell ab-gelöscht werden. Um 0.36 wurde die Feuerwehr Brakel zu einem Kleinbrand alarmiert. Hier brannte ein Vodafone Unitymedia Verteiler.
Rettungsdienstliche Einsätze:
Der Rettungsdienst im Kreis Höxter musste zum Jahreswechsel 31 Einsätze bearbeiten. Vorwiegend waren hier routinemäßige Einsätze zu bewältigen.
Das Team der Leitstelle Kreis Höxter wünscht ein frohes, erfolgreiches und vor allen ein gesundes Jahr 2022.
Höxter/Brakel (red). Ein Handy-Diebstahl, der sich kurz vor Weihnachten in Höxter ereignete, hat ein glückliches Ende genommen. Ein zwölfjähriges Mädchen hat ihr Gerät durch umsichtiges Verhalten sowie Unterstützung ihrer Eltern und der Polizei unbeschädigt zurückerhalten. Die Zwölfjährige hatte am 21. Dezember nach einem Besuch in einem Einkaufsmarkt an der Corbiestraße in Höxter gegen 18 Uhr bemerkt, dass sich ihr Smartphone nicht mehr in ihrer Tasche befand. Ob sie es verloren hatte oder Opfer eines Diebstahls wurde, stand in diesem Moment nicht fest. Eine Freundin rief umgehend die Nummer des verschwundenen Mobiltelefons an. Am anderen Ende meldete sich eine unbekannte Frauenstimme. Sie forderte für die Rückgabe des Smartphones 50 Euro. Die Übergabe solle am folgenden Tag in Brakel stattfinden. Das Mädchen informierte daraufhin die Eltern. Die versuchten noch mehrmals, die Nummer des verschwundenen Handys anzurufen, erreichten aber niemanden mehr. Daraufhin verständigten sie die Polizei und erstatteten Anzeige. Am folgenden Tag war ein weiterer Anruf-Versuch der Eltern auf dem verschwundenen Handy erfolgreich. Diesmal meldete sich eine unbekannte männliche Stimme. Der Mann bestätigte die Übergabe des Gerätes gegen eine Geldzahlung. Es wurde ein Treffpunkt nachmittags in Brakel vereinbart. Die Eltern informierten die Polizei, die daraufhin zur passenden Zeit mit einer Zivilstreife vor Ort war. Als ein Mann am vereinbarten Treffpunkt erschien, stellte sich bei der anschließenden Personenkontrolle heraus, dass er das gesuchte Handy tatsächlich bei sich trug. Es wurde sichergestellt und der rechtmäßigen Eigentümerin ausgehändigt. Gegen den 36-jährigen Mann werden nun Anzeigen gefertigt, unter anderem wegen Unterschlagung. In diesem Zusammenhang weist die Polizei darauf hin, von persönlichen Wertgegenständen, zum Beispiel hochwertigen Smartphones, rechtzeitig Fotos anzufertigen und die so genannte IMEI-Nummer zu notieren. Diese 15-stellige Seriennummer ist jederzeit durch Eingabe der Tastenkombination *#06# abrufbar. Diese erleichtert im Falle eines Diebstahls die Sachfahndung und den späteren Eigentumsnachweis.
Kreis Höxter (red). Ein einsatzreiches Weihnachtswochenende mit zahlreichen Unfällen hat die Polizei im Kreis Höxter bewältigen müssen. In den meisten Fällen blieb es bei Blechschäden, darunter jedoch auffällig viele Unfallfluchten.
Fast zeitgleich zu dem tödlichen Verkehrsunfall am Donnerstag, 23. Dezember, bei Höxter, kam es auf der B 83 in Höhe Beverungen-Wehrden zu einem weiteren Verkehrsunfall, bei dem zwei Personen verletzt wurden. Um 17.35 Uhr geriet eine 87-Jährige aus Richtung Beverungen kommend mit ihrem VW UP aus noch ungeklärten Gründen in den Gegenverkehr. Dort stieß sie mit einem entgegenkommenden VW Tiguan zusammen, der von einem 48-Jährigen aus dem Kreis Paderborn gesteuert wurde. Beide Personen wurden mit Rettungswagen vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht, ein Mitfahrer in dem VW Tiguan blieb unverletzt. Beide Fahrzeuge wurden abgeschleppt, der Gesamtschaden wird auf rund 12.000 Euro geschätzt.
Am Nachmittag des 23. Dezember war es gegen 13.40 Uhr innerhalb von Beverungen zu einem Zusammenstoß zwischen einem Auto und einem Radfahrer gekommen. Ein 22-Jähriger befuhr mit seinem Audi die Lindenstraße von der B 241 kommend, als ein 13-jähriger Radfahrer über einen Zebrastreifen fuhr und die Straße kreuzte. Dabei kam es zum Zusammenstoß, wobei der Radfahrer verletzt wurde und vorsorglich in einem Krankenhaus behandelt wurde.
Am Freitag, 24. Dezember, kam es gegen 23.40 Uhr in Warburg im Alten Bahnhofsweg zu einem Alleinunfall mit einem VW Golf. Da der 21-jährige Fahrer unter Alkoholeinfluss stand und ein Betäubungsmittelkonsum nicht ausgeschlossen werden konnte, wurden dem Fahrer Blutproben entnommen, sein Führerschein wurde sichergestellt.
Insgesamt registrierte die Polizei im Kreis Höxter im Verlauf des langen Weihnachtswochenendes mehr als 30 Unfälle, bei denen es aber überwiegend bei Blechschäden blieb. Häufig handelte es sich dabei um so genannte Parkplatzrempler. Dabei musste die Polizei in neun Fällen allerdings eine Unfallflucht aufnehmen, da sich die Verursacher von der Unfallstelle entfernten, ohne sich um eine Schadensregulierung zu kümmern.
In diesem Zusammenhang weist die Polizei darauf hin, dass es sich bei Unfallflucht grundsätzlich um eine Straftat handelt. Zeugen haben stets die Möglichkeit, den Notruf 110 zu wählen, wenn sie eine Unfallflucht beobachten.
Die Straßenglätte, die in der Nacht von Sonntag, 26. Dezember auf Montag, 27. Dezember, im gesamten Kreis Höxter durch Eisregen und überfrierende Nässe entstanden war, hatte allerdings nur zu wenigen Unfällen geführt. Am Montag kam es gegen 3 Uhr auf der B 252 in Höhe Peckelsheim zu einem Unfall, bei dem ein Fahrzeug in den Graben geraten war. Bei dem Fahrer wurden Ermittlungen wegen des Verdachts auf Trunkenheit am Steuer eingeleitet, eine Blutprobe angeordnet und der Führerschein sichergestellt.
In dem Zeitraum zwischen 5 und 6 Uhr hatten sich im Stadtgebiet Höxter drei Glätteunfälle ereignet. In einem Fall war in einer Wohnstraße in Höxter ein Streuwagen beteiligt und gegen ein parkendes Fahrzeug gerutscht. Ein weiterer Unfall in Zusammenhang mit Straßenglätte ereignete sich gegen 9.30 Uhr am Ortsausgang von Willebadessen an der Paderborner Straße. Ein Lieferwagen war ins Rutschen gekommen und auf die Seite gekippt, so dass er abgeschleppt werden musste.
Donnerstag, 30. Dezember 2021 07:42 Uhr
Brakel (red). Der jüngst durch die CDU-Mehrheit im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Brakel gefasste Beschluss, vorerst keine Raumlufttechnischen Anlagen zur Corona-Prävention für die städtischen Schulen anschaffen zu wollen, lässt weiterhin die Wellen höher schlagen. Mit den Ausschussmitgliedern von SPD, Grünen, UWG und Liste Zukunft haben nun sämtliche Nicht-CDU-Mitglieder Einspruch gegen den Beschluss bei Bürgermeister Temme eingelegt. Streng nach Gemeindeordnung NRW muss nun der Rat über den Einspruch entscheiden. Gibt der Rat dem Einspruch statt, müsste der Haupt- und Finanzausschuss erneut über das Thema beraten. Um zu verhindern, dass unnötig weitere Zeit verloren geht, haben die „Nicht-CDU-Mitglieder“ direkt eine Erweiterung der Tagesordnung für die kommende Ratssitzung zu dem Thema beantragt. Sollte wider Erwarten der Bürgermeister keine Notwendigkeit zur kurzfristigen Erweiterung der Tagesordnung sehen oder keine Diskussion zugelassen werden, haben die Unterzeichner direkt eine Sonderratssitzung zu diesem nicht nur aus ihrer Sicht für die Gesundheit der Kinder wichtigen Thema beantragt. Das Argument der Kosten darf – so sind sich die „Nicht-CDU-Mitglieder“ einig – nicht entscheidend sein, zumal Geld an anderer Stelle in erheblichem Umfang für deutlich weniger wichtige Dinge ausgegeben wird, so zum Beispiel Stadtmöbel (rund 180.000 Euro Eigenanteil). Die nächste Ratssitzung findet bereits am kommenden Dienstag, 7. Dezember, um 18 Uhr in der Brakeler Stadthalle statt. Die Teilnahme an der Sitzung ist unter Einhaltung von 3G für die Öffentlichkeit frei.
Kreis Höxter (red). Wie bereits berichtet, bestehen an den Förderschulen für geistige Entwicklung in Frohnhausen und Eversen Sanierungsbedarfe. Die Förderschulen werden von der Lebenshilfe betrieben, stehen aber im Besitz der Städte Brakel und Nieheim. Weder die Lebenshilfe noch sind die Städte in der Lage, den Finanzbedarf aufzubringen. Die Schulen werden im Auftrag des Kreises durch die Lebenshilfe als Ersatzschulträger betrieben. Nun steht eine Grundsatzentscheidung im Haushalt an, wie eine weitere Zusammenarbeit und der Betrieb der Förderschulen geistige Entwicklung zukünftig möglich ist. CDU, UWG und FDP sprechen sich für den Erhalt der Förderschulen an den Standorten Eversen und Frohnhausen aus. Die Gebäude und die Schulen erfahren hohe Akzeptanz in den Ortschaften und sind Teil der Infrastruktur und den Dorfgemeinschaften. Eine Übernahme der Gebäude durch den Kreis Höxter und damit einhergehend eine neue Vertragsgestaltung mit der Lebenshilfe ermöglichen die aussichtsreichen Chancen, eine zukunftsgerichtete Beschulung sicherzustellen, sind sich CDU, FDP und UWG im Kreistag einig. Die konstanten beziehungsweise prognostiziert steigenden Schülerzahlen zeigen den enormen Bedarf in diesem Bereich und dass die Entscheidung, die Förderschulen beizubehalten, richtig war. Der Elternwille, selbst zu entscheiden, wo die Kinder beschult werden, hat für uns oberste Priorität. Die Lebenshilfe hat sich dabei als qualifizierter Partner beim Betrieb der Schulen bewährt. Die gute Zusammenarbeit sollte nun auf ein neues Fundament gestellt werden.
Montag, 03. Januar 2022 09:43 Uhr
Kreis Höxter (red). Sie haben früher Feierabend und am Monatsende mehr Geld im Portemonnaie: Vollzeitbeschäftigte, die im Kreis Höxter nach Tarif bezahlt werden, arbeiten pro Woche rund eine Stunde weniger als Arbeitnehmer, in deren Firma kein Tarifvertrag gilt. Auch in puncto Bezahlung sind Tarif-Angestellte klar im Vorteil – und verdienen im Monat durchschnittlich fast 800 Euro mehr. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hingewiesen. Die NGG-Region Detmold-Paderborn beruft sich hierbei auf eine aktuelle Studie der Hans-Böckler-Stiftung. Danach beläuft sich die wöchentliche Arbeitszeit in tarifgebundenen Betrieben in Nordrhein-Westfalen bei Vollzeit auf 38,4 Stunden. Ohne Tarifvertrag sind es 39,4 Stunden. Das tarifliche Monatseinkommen liegt aktuell bei rund 3.980 Euro (ohne Tarif: 3.200 Euro).
„In wirtschaftlich unsicheren Zeiten werden die Vorteile von Tarifverträgen besonders deutlich. Sie bieten häufig auch einen besseren Schutz vor Kündigungen oder regeln die Aufstockung des Kurzarbeitergeldes“, sagt NGG-Regionalchef Thorsten Kleile. Hinzu komme der Einfluss von Betriebsräten: In Branchen wie der Ernährungsindustrie oder dem Bäckerhandwerk kümmerten sich die Arbeitnehmervertreter etwa um den Schutz vor Corona-Infektionen im Job – und sorgten dafür, dass Auftragsspitzen oder -rückgänge nicht zulasten der Beschäftigten gingen. Nach Angaben der Arbeitsagentur beschäftigt das Lebensmittel- und Gastgewerbe im Kreis Höxter aktuell rund 4.200 Menschen.
Mit Sorge betrachtet die NGG jedoch, dass immer mehr Unternehmen einen Bogen um Tarif-Standards machten. Laut Böckler-Stiftung galt zuletzt nur noch für 57 Prozent aller nordrhein-westfälischen Beschäftigten ein Tarifvertrag. Im Jahr 2003 waren es noch 72 Prozent. Die Politik dürfe der Tarifflucht nicht länger tatenlos zusehen, fordert Gewerkschafter Kleile: „Es ist gut, dass sich die Ampel-Koalition vorgenommen hat, die Mitbestimmung weiterzuentwickeln. Den Ankündigungen müssen nun aber auch Taten folgen.“
So müssten die Rechte von Betriebsräten etwa bei den Themen Arbeitszeiterfassung, Personalbemessung und damit Arbeitsbelastung sowie Weiterbildung erweitert werden. Außerdem könnten Tarifverträge über sogenannte Allgemeinverbindlichkeitserklärungen für ganze Wirtschaftszweige verpflichtend gemacht werden. „Dies würde gerade Beschäftigten in kleinen Betrieben wie Gaststätten, Pensionen und Bäckereien zugutekommen“, so Kleile weiter.
Kreis Höxter (red). Der Kreis Höxter ist nicht in Feierlaune: Reihenweise abgesagte Weihnachtsfeiern machen der Gastronomie zu schaffen. „Die vierte Corona-Welle schlägt voll durch. Dazu kommt die Corona-Variante Omikron. Das sorgt für weniger Weihnachtsfeiern, für immer weniger Gäste in Restaurants, für leere Hotelbetten. Und das bedeutet mehr Kurzarbeit“, sagt Thorsten Kleile von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Kaum eine andere Branche im Kreis Höxter bekomme die „Wucht der Welle“ wirtschaftlich so zu spüren wie das Hotel- und Gaststättengewerbe.
Im Kreis Höxter würden hier immerhin rund 2.830 Menschen arbeiten, so Kleile. Der Geschäftsführer der NGG-Region Detmold-Paderborn macht sich um deren Jobs Sorgen. Dabei rechnet er nicht mit einem gravierenden Arbeitsplatzabbau. Ihm geht es vor allem um das „Durchhaltevermögen von Köchen, Kellnerinnen & Co.“: „Das Geschäft wird nach der Welle weitergehen. Aber die Durststrecke bis dahin ist das Problem. Wer in Kurzarbeit geschickt wird und mit 60 Prozent seines Lohnes klarkommen muss, der macht das, was jeder machen würde: Der guckt sich woanders um“, sagt Thorsten Kleile.
Viele Gastronomie-Beschäftigte seien bereits in andere Branchen abgewandert. Besonders in den Handel und in die Industrie – oft in Drogeriemärkte oder in die Lebensmittelindustrie. „Servicekräfte aus der Gastronomie sind taff, eloquent, flexibel und sie können zupacken. Mit diesen Qualitäten müssen sie nicht lange suchen“, so der NGG-Geschäftsführer. Kleile hat dazu Zahlen parat: Vor der Pandemie – im Dezember 2019 – hätten im Kreis Höxter noch 3.550 Menschen im Hotel- und Gaststättengewerbe gearbeitet. Mittlerweile sei die Zahl der Beschäftigten allerdings um 20 Prozent zurückgegangen. Das gehe aus der aktuellsten Statistik der Arbeitsagentur hervor. Die Pandemie-Zahlen stammten aus dem Frühjahr und dürften sich inzwischen nochmals verschlechtert haben, so die NGG.
„Dieser Trend wird sich fortsetzen. Denn die Gastro-Beschäftigten vermissen vor allem eines: eine Perspektive im Job. Da geht es insbesondere um einen ordentlichen Lohn. Aber auch um die Chance, sich im Job weiterentwickeln zu können. Und um eine bessere Ausbildungsqualität“, sagt Thorsten Kleile.
Der Geschäftsführer der NGG-Region Detmold-Paderborn macht deutlich, dass die im Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DeHoGa) zusammengeschlossenen Arbeitgeber jetzt am Zuge seien: „Sie haben es in der Hand, durch einen Lohn von ‚12 plus X Euro‘ die Branche für die Zeit nach der Pandemie deutlich attraktiver zu machen“, so Kleile. Dann werde es ohnehin bundesweit den gesetzlichen Mindestlohn von 12 Euro pro Stunde geben, den die Ampel-Koalition in Berlin beschlossen habe. „Wer meint, Beschäftigte in Hotels, Restaurants und Gaststätten mit einem ‚Lohn light‘ knapp oberhalb des Mindestlohnlimits halten zu können, der vertut sich gewaltig“, sagt der Gewerkschafter.
Es komme jetzt bei der nächsten Verhandlungsrunde am kommenden Mittwoch (Hinweis f.d. Red.: 15. Dezember) darauf an, „gegen die ‚Pandemie-Delle‘ ein deutliches Zeichen der Job-Attraktivität in der Branche zu setzen“. Dazu gehöre auch, den Beschäftigten gute Chancen zu bieten, sich im Job weiterzuentwickeln. „Von der Köchin über den Kellner bis zur Rezeptionistin: Wer lange im selben Betrieb arbeitet und dem Gastgewerbe über viele Jahre die Treue hält, sammelt enorm viel Know-how. Dieses Plus an Erfahrung muss honoriert werden: Ein flexibleres Lohnstufen-Modell würde hier die richtigen Anreize setzen – für mehr Qualifikation und Bindung an die Branche. Als eine ‚Gastro-Karriereleiter‘ sozusagen“, so Thorsten Kleile.
Foto: NGG | Alireza Khalili
Dienstag, 14. Dezember 2021 08:17 Uhr
Kreis Höxter (red). Diese Bilanz kann sich sehen lassen: Mit drei Titeln im Gepäck kehrte das Gymnasium Marianum Warburg von den Volleyball-Schulkreismeister in Höxter zurück. In allen anderen Wettkampfklassen standen ihre Teams mit auf dem Siegertreppchen, so dass der Pokal für die erfolgreichste Schule als logische Konsequenz auch nach Warburg ging. Je einen Titel erspielten sich das König-Wilhelm-Gymnasium Höxter, das Gymnasium St. Xaver Bad Driburg und das Gymnasium Brede Brakel bei den mit insgesamt 28 Mannschaften gut besetzten Meisterschaften.
Philipp von Detten, Volleyball-Obmann für den Schulsport, hatte die Volleyball-Schulkreismeisterschaft zusammen mit Annette Reineke von der Abteilung Schule und Kultur des Kreises Höxter wieder einmal bestens organisiert. Corona hatte auch hier für einigen Mehraufwand gesorgt, doch das Gesundheitsamt des Kreises Höxter hatte für die Durchführung der Kreismeisterschaften der Schulen in Sporthallen unter Auflagen "grünes Licht" gegeben. Annette Reineke lobte ausdrücklich das disziplinierte Verhalten aller Beteiligten bei der Durchführung dieses Turniers "Vor allem die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler haben dafür gesorgt, dass nur der sportliche Wettstreit im Mittelpunkt stand."
In der Wettkampfklasse I Jungen (Jahrgänge 2003 bis 2006) gab es mit zehn Teams die beste Beteiligung. Im Spiel um den 3. Platz trat schließlich das Gymnasium Beverungen II gegen das König-Wilhelm-Gymnasium Höxter II an und setzte sich in zwei Gewinnsätzen durch. In einem spannenden Finale kam es zu einem schulinternen Duell zwischen der ersten und zweiten Mannschaft des Gymnasiums Marianum Warburg. Die favorisierte erste Mannschaft holte sich nach dem Verlust des ersten Satzes mit 15:10 und 15:7 gegen die etwas jüngere zweite Mannschaft den Titel.
Vier Mannschaften waren in der Wettkampfklasse II Jungen (Jahrgänge 2005 bis 2008) angetreten. Im Finale konnte sich das Team vom Gymnasium Marianum in einem packenden Spiel gegen die starke Mannschaft des Städtischen Gymnasiums Steinheim mit 15:12 und 15:10 Punkten durchsetzen. Platz 3 belegte das Gymnasium Marianum II vor dem Gymnasium St. Xaver Bad Driburg. Für die Wettkampfklasse III Jungen (Jahrgänge 2007 bis 2010) hatten sich nur zwei Mannschaften gemeldet, die ein Hin- und Rückspiel ausgetragen haben. Dabei setzten sich die Hausherren vom König-Wilhelm-Gymnasium Höxter in zwei spannenden Spielen gegen das Gymnasium Marianum Warburg mit 2:0 und 2:1 Sätzen durch.
In der Wettkampfklasse IV gemischt (2009 bis 2012) standen die Chancen für einen Sieg des Gymnasium Marianum gut: Von den vier gemeldeten Mannschaften stellten die Warburger drei, das Quartett wurde komplettiert von der Mannschaft des Gymnasiums St. Xaver Bad Driburg. In einer Vierergruppe wurde hier der Titel ausgespielt. Und tatsächlich holte sich die erste Mannschaft des Gymnasiums Marianum den Titel im Endspiel gegen die Zweite. Den dritten Platz belegte das Gymnasium St. Xaver vor dem Gymnasium Marianum III.
Auch die Mädchen spielten in der Wettkampfklasse I in einer Vierergruppe „Jeder gegen Jeden“ den Kreismeister aus. Das Finalspiel bestritten das Städt. Gymnasium Steinheim und das Gymnasium St. Xaver Bad Driburg. In einem spannenden Match zeigten die Mädchen aus Bad Driburg die besseren Nerven und holten sich den Kreismeistertitel mit 2:0 Sätzen. Platz drei ging an das Gymnasium Marianum Warburg vor dem König-Wilhelm-Gymnasium Höxter. Ein packendes Finale brachte die Entscheidung in der Wettkampfklasse II. Mit 25:19; 19:25 und 15:10 Punkten setzen sich die Mädchen vom Gymnasium Brede Brakel gegen ihre Kontrahentinnen vom Gymnasium St. Xaver Bad Driburg durch. Den dritten Platz holte das Gymnasium Marianum II vor der 1. Mannschaft des Gymnasiums Marianum.
Kreis Höxter/Erkeln (red). Der TuS Erkeln 1910 e.V. ist nun wieder in der Bezirksliga vertreten. Die beiden Vereinsschiedsrichter Peter Rehrmann und Michael Lüke haben am 11. September den „doppelten“ Aufstieg in die Bezirksliga geschafft. Damit stellt der TuS Erkeln erstmals zwei Unparteiische auf Verbandsebene. Die sportliche Laufbahn der beiden „Männer in schwarz“ war unmittelbar nach Ihrer ersten Saison im Jahr 2016 beziehungsweise 2017 durch die Aufnahme in das kreisliche Perspektivteam der Schiedsrichtervereinigung Höxter gekennzeichnet. Hierbei wird ein besonderer Förderschwerpunkt für talentierte und ambitionierte Schiedsrichter verfolgt. Nach intensiven Vorbereitungen und einigen Beobachtungsspielen in den benachbarten Austauschkreisen konnten sich die beiden nun bis in die Bezirksliga vorkämpfen. Mit dieser Qualifikation sind sie auch unter anderem als neutrale Schiedsrichterassistenten für die Senioren- Landesliga im Einsatz.
Der TuS Erkeln 1910 e.V. ist sehr stolz auf die Leistungen der beiden vereinseigenen Schiedsrichter und beglückwünscht die beiden Sportskameraden für ihren sportlichen Aufstieg. Neben Peter Rehrmann und Michael Lüke repräsentiert auch Markus Sievers den Verein als aktiver Schiedsrichter. In diesem Jahr konnte Markus Sievers auf 30 Jahre als Referee zurückblicken. Zusammenfassend stellt der TuS insgesamt drei Unparteiische und liegt somit weit über dem geforderten Soll. „Für den Sportkreis Höxter, der seit Jahren mit einem Schiedsrichtermangel zu kämpfen hat, stellt diese Konstellation eine absolute Seltenheit dar. Derzeit sind es rund 11 Prozent der kreislichen Fussballvereine, die mehr aktive Schiedsrichter stellen als sie eigentlich müssten. Letzte Woche erhielten die Vereine hierfür eine entsprechend gestaffelte Gutschrift beziehungsweise die sonstigen Vereine demzufolge Ordnungsgelder“, berichtet Michael Lüke der zusätzlich auch das Vorstandsamt als Schatzmeister beim TuS Erkeln bekleidet.
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Samstag, 01. Januar 2022 08:46 Uhr
Kreis Höxter (red). Die Anzahl der Krätze-Fälle ist im Kreis Höxter im Jahr 2020 gestiegen. Insgesamt wurden 512 Fälle verzeichnet, 30,9 Prozent mehr als im Vorjahr mit 391 Fällen. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der AOK NordWest hervor. „Krätze ist eine ansteckende Hautkrankheit, die durch Parasiten ausgelöst wird. Um sie schnell wieder los zu werden, ist eine Behandlung mit Salben und gegebenenfalls auch mit Tabletten notwendig“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner.
Lange Zeit schien Krätze (Skabies) vergessen zu sein. Doch die Zahlen belegen, dass die Erkrankung wieder auf dem Vormarsch ist. Typische Symptome sind starker Juckreiz und eine schuppig-krustige Haut mit kleinen Knötchen. Durch den starken Juckreiz ist die Haut oft mit blutigen Kratzspuren übersät. Die Symptome entstehen vor allem durch eine Hautentzündung. Denn wenn Krätzmilben die Haut besiedeln, wird die Haut geschädigt. Dadurch reagiert das Immunsystem und es kommt zu entzündlichen Prozessen mit den typischen Hautveränderungen. Die Übertragung einer einzigen Milbe reicht schon aus, um Krätze zu verursachen. Daher kann eine Ansteckung mit Krätze jeden treffen und hat nicht unbedingt etwas mit mangelnder Hygiene zu tun.
Das Risiko einer Ansteckung ist umso höher, je mehr Krätzmilben sich auf der Hautfläche befinden. Direkt von Mensch zu Mensch ist die gewöhnliche Krätze nur dann ansteckend, wenn ein enger, großflächiger Haut-zu-Haut-Kontakt über einen Zeitraum von mindestens fünf bis zehn Minuten besteht. Dementsprechend sind Handschütteln, Umarmungen oder eine Untersuchung der Haut von Patienten mit gewöhnlicher Skabies ohne Risiko. Auch eine indirekte Übertragung über Kleidung, Handtücher oder Bettwäsche ist möglich. So kann es auch in Kindergärten, Gemeinschaftseinrichtungen oder in Alten- und Pflegeheimen zur Ansteckung kommen.
Um Krätze schnell wieder los zu werden, ist im Erkrankungsfall eine Behandlung mit Salben und gegebenenfalls auch mit Tabletten notwendig. Diese zielen vor allem darauf ab, die Milben mitsamt Larve und Eiern abzutöten. „Hygiene und ein gestärktes Immunsystem spielen für den Verlauf eine große Rolle“, so Wehmhöner. Häufiges Duschen oder Baden und ein guter Immunstatus erschweren die Vermehrung der Milben. Sinnvoll ist es, Kleidung, Handtücher und Bettwäsche täglich zu wechseln und bei 60 Grad zu waschen. Geht dies bei bestimmter Kleidung nicht, dann kann diese für mindestens zwei Stunden im Gefrierschrank bei mindestens Minus 25 Grad aufbewahrt werden. Nicht waschbares Spielzeug sollte zwei Wochen lang luftdicht verpackt werden. Außerdem sollten Polstermöbel und Matratzen täglich abgesaugt werden.
Foto: AOK/hfr
NRW (red). Seit dem Start der Vorstufe des Virtuellen Krankenhauses Nordrhein-Westfalen (VKh.NRW) im März 2020 haben bereits 530 schwerst an COVID-19 erkrankte Patientinnen und Patienten von telemedizinischen Behandlungen im Rahmen des Virtuellen Krankenhauses Nordrhein-Westfalen profitieren können. Bei 3.299 Telekonsilen – digitale fachliche Beratungen – entfallen im Schnitt sechs bis sieben auf den einzelnen Patienten. Mittlerweile haben sich etwa 140 Krankenhäuser aus Nordrhein-Westfalen dem telemedizinischen Netzwerk angeschlossen. Das Virtuelle Krankenhaus ist seinem Ziel, medizinische Expertise durch Telekonsile flächendeckend im Land bereitzustellen, ein gutes Stück nähergekommen.
„Durch die enge Vernetzung von Expertinnen und Experten können wir auch angesichts der vierten Welle der Corona-Pandemie dem erhöhten Bedarf an intensivmedizinischer und infektiologischer Expertise besser gerecht werden. Das Virtuelle Krankenhaus hilft uns dabei, die Kapazitäten der nutzbaren Intensivbetten zu erhöhen und Zeit zu gewinnen, da durch die erhöhte Behandlungsqualität die Verweildauer verkürzt werden kann. Das zeigt uns einmal mehr, wie wichtig diese unterstützende Form der Versorgung in der Pandemie ist“, sagt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.
„Wir sind sehr froh, Ärztinnen und Ärzte auch in der vierten Welle der COVID-19-Pandemie über das Netzwerk der Vorstufe des VKh.NRW dabei unterstützen zu können, COVID-Patientinnen und -Patienten auf ihren Intensivstationen optimal zu versorgen“, so Univ.-Prof. Dr. med. Gernot Marx, Klinikdirektor für Operative Medizin und Intermediate Care der Universitätsklinik Aachen sowie Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Er ist verantwortlich für die Leitung und Steuerung der Vorstufe des VKh.
„Wir vernetzen Medizin digital und interdisziplinär. Das Virtuelle Krankenhaus ermöglicht eine zeitnahe Beratung mit den Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen, was die Behandlung und Prognose gerade bei schwer erkrankten Patientinnen und Patienten deutlich verbessern kann“, so Nadja Pecquet, Geschäftsführerin der Virtuelles Krankenhaus NRW gGmbH.
Hintergrund:
Das Virtuelle Krankenhaus ist im März 2020 mit einer Vorstufe gestartet, um schwer an COVID-19 erkrankte Menschen standortunabhängig zu versorgen. Durch den Einsatz von Telekonsilen können landesweit Kliniken auf die Expertise der Unikliniken Aachen und Münster zurückgreifen. Die Uniklinik RWTH Aachen gehört seit Jahren zu den Vorreitern in der digitalen Medizin. Zudem konnten die Uniklinik RWTH Aachen und das Universitätsklinikum Münster mit dem Innovationsfondsprojekt TELnet@NRW gemeinsam das Fundament für das Virtuelle Krankenhaus legen.
Gerade in Krankenhäusern der Allgemeinversorgung lässt sich dadurch die Versorgung optimieren. Verlegungen sind nur in Ausnahmefällen erforderlich, können dann aber passgenau und sehr zeitnah erfolgen.
Nach dem erfolgreichen Start der Vorstufe geht es nun darum, das Virtuelle Krankenhaus Schritt für Schritt in die Regelversorgung zu integrieren. Dafür wird das Angebot in der Pilotphase auf die Indikationsfelder therapierefraktäre Herzinsuffizienz, resektable Lebertumore und Seltene Erkrankungen ausgeweitet – alles Spezialbereiche, in denen hochspezialisiertes Expertenwissen in ausgewiesenen Fachzentren gebündelt ist. Der strukturierte Austausch mit den behandelnden Kolleginnen und Kollegen in den Arztpraxen und Krankenhäusern vor Ort soll das Wissen in die Fläche bringen.
Das Virtuelle Krankenhaus hat bereits mit über 100 Krankenhausträgern in Nordrhein-Westfalen Kooperationsverträge geschlossen. Zeitnah sollen nun auch erste Einrichtungen im ambulanten Bereich angeschlossen und mit der Konsilvermittlung in den neuen Indikationsfeldern gestartet werden. Die Pilotphase wird wissenschaftlich begleitet. Die Ergebnisse dienen dazu, die Praxis zu verbessern und die Telekonsile optimal auf die Bedürfnisse der konsil-anfragenden Netzwerkpartner auszulegen.
Kreis Höxter (red). Zum Weihnachtsfest wird meist festlich und üppig gekocht – und oft bleibt viel übrig. Die Verbraucherberatung im ländlichen Raum Kreis Höxter der Verbraucherzentrale NRW bietet einen Online-Portionsrechner für den gut geplanten Einkauf und Rezepte, um Lebensmittel-Reste clever zu verwerten. Das spart Geld und verhindert, dass gutes Essen weggeworfen wird.
Portionen und Einkauf planen:
Um die Menge für Hauptgerichte, Beilagen und Desserts richtig zu planen, ist nicht nur die Zahl der Gäste ist wichtig, sondern auch wie viel große oder kleine Esser kommen. Wenn die Auswahl groß ist, muss nicht für jeden Gast eine eigene Portion angerichtet werden. Denn Lebensmittelretten beginnt mit einer guten Menü- und Einkaufsplanung. Die passenden Lebensmittelmengen können mit dem Online-Portionsrechner auf der Webseite der Verbraucherzentrale schnell ermittelt werden:
Kreis Höxter (red). Wer wenig verdient, könnte schon bald erheblich mehr im Portemonnaie haben: Die Ampel-Koalition in Berlin plant einen deutlich höheren gesetzlichen Mindestlohn von 12 Euro pro Stunde – 2,40 Euro mehr als bislang. Allein im Kreis Höxter würden davon 13.680 Menschen profitieren – das sind 21 Prozent aller Beschäftigten im Kreis. Darauf weist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hin und beruft sich auf eine Analyse des Pestel-Instituts aus Hannover. Danach arbeiten im Kreis Höxter derzeit 3.030 Beschäftigte zum Mindestlohn von aktuell lediglich 9,60 Euro pro Stunde. Weitere 10.650 Menschen liegen zwar darüber, verdienen aber trotzdem weniger als 12 Euro.
„Die versprochene Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro ist ein Meilenstein. Damit werden in der Region die Einkommen vieler Beschäftigter deutlich steigen – insbesondere in Hotels, Gaststätten, Bäckereien oder Fleischereien. Sie arbeiten häufig zu Löhnen, die zum Leben nicht reichen – auch weil Unternehmen ausgehandelte Tarifverträge unterlaufen“, sagt Thorsten Kleile, Geschäftsführer der NGG-Region Detmold-Paderborn.
Die Gewerkschaft NGG fordert die neue Bundesregierung nun auf, die Erhöhung des Mindestlohns rasch auf den Weg zu bringen. „Ziel von SPD, Grünen und FDP muss es sein, den 12-Euro-Stundenlohn in den ersten‚100 Ampel-Tagen‘ hinzubekommen. Vom Kellner bis zur Bäckereifachverkäuferin – wer jeden Cent zweimal umdrehen muss, um seine Miete bezahlen zu können, für den zählt jeder Monat“, betont Kleile. Die NGG hatte sich schon seit Jahren für einen gesetzlichen Mindestlohn von 12 Euro starkgemacht.
Die Erhöhung des Mindestlohns käme nicht nur Geringverdienern zugute, sondern auch der regionalen Wirtschaft: Nach Angaben des Pestel-Instituts würde die Kaufkraft im Kreis Höxter um rund 20 Millionen Euro pro Jahr steigen und den Unternehmen höhere Umsätze bescheren. „Wer ohnehin ein eher geringes Einkommen hat, kann meist nichts davon auf die hohe Kante legen. Damit fließt fast jeder Euro, den Mindestlohn-Beschäftigte am Monatsende extra haben, in den Konsum. Ein Großteil davon wird vor Ort ausgegeben. Beim Restaurant- oder Kinobesuch – oder, um etwas Neues für den Haushalt anzuschaffen“, so Kleile.
Eine kräftige Anhebung der Lohnuntergrenze sei auch mit Blick auf die aktuell hohe Inflationsrate wichtig. „Wenn der Mindestlohn schnell auf 12 Euro klettert, dann hätten Beschäftigte trotz der Preissteigerung de facto deutlich mehr in der Tasche“, erläutert der Gewerkschafter.
Der Chef der NGG-Region Detmold-Paderborn appelliert an die heimischen Bundestagsabgeordneten, der geplanten Mindestlohn-Erhöhung in Berlin zuzustimmen: „Dass nach einem jahrelangen Ausufern des Niedriglohnsektors Menschen wieder besser von ihrer Arbeit leben können, sollte keine Frage des Parteibuchs sein. Es ist in einem reichen Land wie Deutschland überfällig.“
Foto: NGG|Alireza Khalili